Warum haben Christen Angst vor der Klimaveränderung?

Dry-SoilIn der heutige Vorlesung über Entwicklungsarbeit in Drittwelt-Ländern sprachen wir über den Einfluss der Klimaerwärmung auf die Entwicklungshilfe. Denn während wir in Europa uns bemühen, weniger Carbonmonoxid zu produzieren, kümmern sich anscheinend viele Amerikaner kaum darum - und vor allem die Länder in Afrika leiden zunehmen unter Trockenheit, Hungersnot und Wasserknappheit.

Eine der Grundlagen für unsere Diskussion bildete der folgende Blogeintrag von Jeremy auf einer Homepage, der klar und einfach die Ergebnisse einer Studie (http://www.baylor.edu/pr/news.php?action=story&story=41678) zusammenfasst, welche die Universität von Baylor im Jahr 2006 in Amerika durchführte und sie mit einigen anderen Gedanken ergänzt: http://makewealthhistory.org/2007/11/16/why-are-christians-afraid-of-climate-change/

Grundsätzlich kann man sagen, dass leider besonders unter evangelikalen Christen in Amerika die Klimaveränderung totgeschwiegen, wenn nicht sogar verleugnet wird (wurde?). Einige der Ursachen dafür macht Jeremy in der politischen Situation in Amerika fest, wo die Leitfigur gegen die Klimaerwährung der demokratische Präsidentschaftskandidat Al Gore ist - und der dementsprechend von den, meist republikanischen, Christen ignoriert wird. Einen anderen Grund vermutet er im sozialen Gefüge der Christen in Amerika, welche meistens zur wohlhabenderen Mittelklasse gehören - und dementsprechend nicht unbedingt auf das Recht ihren Wohlstand auszuleben, verzichten möchten.

Widerstand erwächst diesen Christen zum Glück aus ihren eigenen Reihen: 86 evangelische Leiter haben 2006 ein Statement veröffentlicht (http://www.nytimes.com/2006/02/08/national/08warm.html), welches sich zur Klimaveränderung bekennt und zu Aktionen auf einem christlichen Fundament aufruft.

Angesichts der erschütternden Warnungen, gerade auch von der UNO, sollten wir Christen uns also dringend überlegen, wie wir dazu beitragen können, dass die Welt noch existiert und bewohnbar ist, wenn Jesus wiederkommen wird. Folgende Gedankenanstösse dazu möchte ich weitergeben:

  • Wo und wie kann ich aktiv zur Verminderung des Kohlenmonoxidausstosses beitragen?
  • Was weiss ich über die Probleme v.a. in Entwicklungsländern, die mit der Klimaerwärmung zusammenhängen? Inwiefern betreffen die mich persönlich?
  • Wie kann ich passiv (lobbying, Abstimmungen, usw.) Einfluss auf die Entscheidungen bezüglich der Umwelt nehmen?
Was denkt ihr zu dem Thema? Schreibt einen Kommentar dazu!

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