Wasser... lauben Sie sich?

Letzte Woche wurde in der Schweiz wie wild Rappen gesammelt, die Aktion "Jeder Rappen zählt" rief dazu auf, Geld zu spenden. Mit dem Geld werden zusammen mit der Glückskette verschiedene Projekte rund um sauberes Wasser unterstützt. Nun kann man sich über den Sinn einer so gross angelegten Spendenaktion streiten, vor allem, wenn man selber von Spenden abhängig ist.

Aber auf alle Fälle rückte die Aktion einmal mehr den Wert und die Bedeutung von Wasser in das Blickfeld der Allgemeinheit. Mir wurde wieder bewusst, was für ein Privileg es ist, in einem Land (Schweiz und Japan) zu leben, in dem wir genügend und sauberes Wasser zur Verfügung haben. Doch ein Artikel des Wissensmagazin Einstein auf SRF machte auch mich verlegen:

Vor allem die Tatsache, dass wir durch "virtuelles Wasser", das wir durch den Import von Früchten, Gemüse und anderen Artikel aus anderen Ländern verbrauchen, den eigenen Pro Kopf-Verbrauch um den Faktor 10 steigern, machte mich betroffen. Ich war mir zwar bewusst, dass diese Importe eine sehr schlechte Energiebilanz aufweisen - aber dass wir damit eigentlich diesen anderen Ländern Wasser entziehen, ist doch ein starkes Stück! Wenn das kein Zeichen unserer westlichen Dekadenz und Rappenspalterei ist?!

Dieser Beitrag hat mich nun wieder einmal darin bestärkt, noch stärker darauf zu schauen, dass ich wirklich Produkte aus dem Inland oder nahen Ausland kaufe. Denn ich will nicht mitschuld sein, dass Menschen in Afrika Wassermangel haben. Und die Betriebe dort produzieren nur, weil wir es kaufen - also kaufen wir nicht mehr, sondern lasst uns die lokale Wirtschaft unterstützen!

Was meint ihr dazu? Wie haltet ihr es mit eurer Warenselektion - theoretisch und dann vor allem praktisch im Einkaufswägeli?

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