Erdbeben - wir versuchen zu helfen

erdbeben_japan_shelterLetztes Wochende durften wir zusammen mit Zürchers vier Tage Ferien verbringen. Diese Ferien haben wir schon seit langem geplant und uns nach viel überlegen und Gebet entschieden, wirklich zu verreisen. Wir hatten eine wunderbare Zeit in Zentralhokkaido, mit viel Entspannung und Onsen (warme Bäder). Bereits auf der Hinreise erfuhren wir, dass Pascal und ich für einen ersten Einsatz in die Iwate-Region eingeplant wurden. Von daher haben wir versucht, uns vorher noch möglichst stark zu erholen.

Am Dienstag, 22. März, geht es los

Konkret heisst dieser Einsatz, dass wir heute Montag aus unseren Ferien nach Hause kamen und morgen Dienstag um 04.00 am Morgen abfahren werden. Bereits heute haben wir zwei grosse Auto's mit Material und Hilfsgütern vollgepackt. Zusätzlich haben wir viel Benzin und Diesel dabei, da in der Krisenregion nach wie vor grosse Versorgungsengpässe bestehen. Geplant ist, dass dieser Einsatz eine Woche dauern wird.

Bitte betet mit uns, dass wir a) unfallfrei mit den zwei vollbepackten Fahrzeugen über die Berge bis zur Fähre nach Honshu kommen und dass wir b) in Honshu eine Spezialbewilligung der Polizei erhalten können, damit wir auf der Autobahn weiterreisen dürfen.

Was werden wir machen?

Dieser erste Einsatz ist sehr stark ein Erkundungseinsatz, in dem wir eruieren wollen, was genau wir in späteren Einsätzen machen können. Mitarbeiter vor Ort haben bereits eine mögliche Unterkunft in einem Kirchgebäude gefunden. Es ist noch unklar, wie wir genau Hilfe leisten können. Wir werden mit den lokalen Christen zusammenarbeiten.

Wir werden primär versuchen, eine Art Suppenküche aufzubauen, um den Menschen eine warme Mahlzeit zu ermöglichen.Das sollte auch Gelegenheit bieten, mit Betroffenen in Kontakt zu kommen und so die Nöte heraushören. Daneben wird aber wahrscheinlich auch Handarbeit gefragt sein, aufräumen und versuchen, die Häuser zumindest wieder einigermassen wohnlich zu machen.

Bittet betet mit uns um a) gute Kontakte und b) dass wir dort gute Hilfe bieten können und den Weg für spätere Teams bahnen können.

Ist das nicht gefährlich?

Nachdem bereits 10 Tage seit dem verheerenden Erdbeben vergangen sind, ist die Gefahr von grösseren Nachbeben kleiner geworden. Nach und nach wird die Infrastruktur wiederhergestellt, das heisst immer mehr Dienste wie Telefon, Wasser, Internet sind im Krisengebiet verfügbar.

Wir werden in diesem Einsatz zwar näher an havarierte Atomkraftwerk kommen, aber immer noch rund 400km davon entfernt. Die Experten sind sich ziemlich einig, dass ausserhalb der 30km-Zone keine unmittelbare Gefahr besteht. Wir wurden ausserdem von der Schweizer Botschaft mit Jod-Tabletten versorgt, die wir im Falle von radioaktivem Niederschlag einnehmen können.

Bitte betet mit uns, a) dass wir eine unfallfreie Zeit haben können und b) dass die Arbeiten im Atomkraftwerk voranschreiten können und sich dort die Lage immer weiter stabilisiert.

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