Erdbeben - ein Jahr später

Nun ist es bereits ein Jahr her, seit Japan vom schlimmsten Erdbeben und vernichtenden Tsunami's heimgesucht wurde. Vielerorts in Japan funktioniert das Leben wieder wie gehabt, aber die Küstenregion in Tohoku ist immer noch mit den Narben übersäht. Samuel war ja selber mehrere Male dort und hat von seinem Einsatz berichtet und später dann auch, wie es nach einem halben Jahr aussah.

The Big Picture hat zum Jahrestag eine eindrückliche Kollektion mit Vorher/Nachher-Bilder erstellt: http://www.boston.com/bigpicture/2012/03/japan_tsunami_pictures_before.html

Nach wie vor braucht Japan unsere Gebete. Das Iwate Hilfsprojekt, welches von der ÜMG gestartet wurde, macht Fortschritte, aber es ist ein weiter Weg. Mike McGinty, der Projektleiter, schreibt:

"Viele von euch haben bereits gehört, dass Pastor Kazuyoshi Takahashi und seine Frau Yoshie unser Team vom April 2012 bis Juni 2013 verstärken werden. Sie werden in Kamaishi stationiert sein und Hilfsarbeit beginnen, die später eventuell zu einer Gemeindegründung führen könnte. Wir sind sehr froh, so ein weises und erfahrenes Ehepaar in unserem Team zu haben. [...] Es ist jedoch sehr schwer, ein Wohnung für sie zu finden. Bitte betet doch mit uns für diesen wichtigen ersten Schritt für ihren Dienst in Kamaishi.

Wir leben nach wie vor in der Stadt Miyako [Karte], aber der Fokus unserer Arbeit verschiebt sich immer mehr in Richtung Yamada [Karte], etwa eine halbe Stunde südlich. Um unsere Hilfsarbeit besser ausführen zu können, haben wir im ehemaligen Zentrum von Yamada ein grosses Stück Land mieten können, auf dem wir ein vorgefertigtes Gebäude aufstellen werden. Es soll uns als Basis für unsere Arbeit dienen. Wir erwarten, dass es primär als Gemeinschaftszentrum genutzt wird, aber dann auch Unterkünfte für weitere Helfer bietet.

Wir haben uns entschieden, dass neue Gebäude "いっぽいっぽ" (japanisch für "Schritt für Schritt) zu nennen. Die Entwicklung unseres Dienstes geht in der Tat in einer anderen Geschwindigkeit und wir merken, wie wir uns immer mehr dem Tempo der Menschen, die so viel verloren haben, anpassen. [...]

Die Fundamente des vorherigen Gebäudes sind weggeräumt und die Pläne für ein vorgefertigtes Gebäude sind bereit und der Stadtverwaltung zur Genehmigung vorgelegt. Wenn alles gut geht, hoffen wir, das Gebäude Anfangs April in Betrieb zu nehmen. Ein christlicher Schreiner ist ebenfalls zu unserem Team dazugestossen und wir hoffen, dass er das Gebäude dann noch funktioneller und attraktiver ausgestalten kann."

Mike hat ausserdem vor etwa einem Monat ein Video-Update zusammengestellt, in welchem er über das Hilfsprojekt berichtet:

Iwate Hilfsprojekt from Wolfgang Langhans on Vimeo.

Nach der 3fach Katastrophe im März 2011 hat die ÜMG Japan ein Hilfsprojekt in Iwate gestartet. Das Video gibt Information über die Aktivitäten.

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