Aktuell

Verschiedene Neuigkeiten rund um Japan.

Japan fährt neu im Kreis

Nun ist es endlich so weit. Nachdem man während vielen Jahren darauf gefasst sein musste, dass einem auf einer schnurgeraden Strasse plötzlich ein Lichtsignal den Schwung aus den Rädern nehmen wird, beginnt nun auch Japan, im Kreis zu fahren...

In Iida, in der Nähe von Nagano, wurde am 28. Februar 2013 der anscheinend erste (!) Kreisel Japans eröffnet, der aus einer bestehenden Kreuzung heraus entstand. Damit gibt es in Japan bereits 10 Kreisel... Bevor die Bauarbeiten aber beginnen durften, wurde das neue Model umfangreich mit mehreren Erzengeln mit Leutschwertern eingeführt und getestet.

Auf alle Fälle ist das Grund genug, die Fernsehzuschauer umfangreich in diese Strassenneuerung und das neue, spektakuläre, Kreissignal einzuführen. Und auch zu zeigen, wie man nicht um den Kreisel fahren sollte ;=)

Als Beispiel, wie die Menschen in Europa schon seit langem Kreisel fahren, wird (ausgerechnet) der Kreisel um die Arc de Triomphe gezeigt - und wie auch die Franzosen da ihre liebe Mühe damit haben. Soll wohl eine Ermutigung sein?

Aber natürlich stecken hinter dem neuen Verkehrsmodell auch ganz praktische Gründe. Wie so alles, was Japan von fremden Nationen übernimmt, wird es lange überprüft und perfektioniert. So sind sich mehrere Orte entlang der Küste, die vom grossen Erdbeben von vor beinahe 2 Jahren betroffen waren, am überlegen, Kreisel einzuführen. Aus einem ganz einfachen Grund: Kreisel brauchen keine Lichtssignale, also auch keinen Strom, funktionieren damit auch beim Stromausfall. Wo sie recht haben, da haben sie recht. Und dass ohne Strom der Verkehr (zumindest in Japan) beinahe zusammenbricht, da haben sie auch recht.

(Das Video versteht man auch ohne japanisch sehr gut - es hat viele schöne Bilder und Animationen drin.)

Quelle: http://www.stuff.co.nz/motoring/8352947/In-Japan-roundabouts-hit-the-streets

Japan sagt danke.

Diese Woche erhielt ich einen Link zu einem Video über Japan, in dem sich die Menschen in Ishinomaki für die Hilfe bedanken, die sie seit dem Erdbeben erhalten haben. Obwohl ich ja unterdessen schon viele Videos über das Erdbeben gesehen habe, sie kommen nicht an dieses Video heran.

Ich weiss nicht genau, wer es produziert hat. Aber es ist eindrücklich und drückt aus, was die Japaner uns mitteilen möchten: Eine grosse Dankbarkeit für alle die Hilfe, Gedanken und Gebete im vergangenen Jahr.

Erdbeben - ein Jahr später

Nun ist es bereits ein Jahr her, seit Japan vom schlimmsten Erdbeben und vernichtenden Tsunami's heimgesucht wurde. Vielerorts in Japan funktioniert das Leben wieder wie gehabt, aber die Küstenregion in Tohoku ist immer noch mit den Narben übersäht. Samuel war ja selber mehrere Male dort und hat von seinem Einsatz berichtet und später dann auch, wie es nach einem halben Jahr aussah.

The Big Picture hat zum Jahrestag eine eindrückliche Kollektion mit Vorher/Nachher-Bilder erstellt: http://www.boston.com/bigpicture/2012/03/japan_tsunami_pictures_before.html

Nach wie vor braucht Japan unsere Gebete. Das Iwate Hilfsprojekt, welches von der ÜMG gestartet wurde, macht Fortschritte, aber es ist ein weiter Weg. Mike McGinty, der Projektleiter, schreibt:

Erdbeben - ein halbes Jahr später

Während unserer grossen Reise durch Honshu hatten wir auch Gelegenheit, im Katastrophengebiet einen erneuten Augenschein zu nehmen (Bericht vom Hilfseinsatz). Wir haben einen grossen Teil der Küste von Iwate, der nördlichsten der stark betroffenen Regionen, gesehen. Und ich muss sagen, dass ich schlussendlich froh war, von der Küste wegzukommen. Denn während Stunden bietet sich immer wieder dasselbe Bild: Zerstörte Siedlungen, von denen nur noch die Fundamente übrig sind, riesige Berge mit Schutt, den sie am sortieren sind und immer wieder die standartisierten Baracken-Siedlungen, in denen die Menschen nun wohnen.

Ich habe in diesem Besuch versucht, einige Aufnahmen zu machen, die einen Vergleich ermöglichen, was sie in den 6 Monaten getan hat. Zum Teil ist viel geschehen - zum Teil aber trifft man immer noch dasselbe Bild an.

Videoclip zum Erdbeben

erdbeben_japan_churchNun sind schon rund 3 Wochen vergangen, seit ich aus dem Erdbebengebiet zurückgekehrt bin. Es war nicht ganz einfach, wieder zurück in den Alltag zu finden. So ein abrupter Studienunterbruch ist nur mässig hilfreich, ausserdem gab es vieles, was wir veröffentlichen wollten und musste. Denn während das Erdbeben so langsam aus den Schlagzeilen der Weltpresse verschwindet, bleibt, dass sich die Probleme vor Ort kaum verändert haben. Die Aufräumarbeiten schreiten zwar voran, aber es ist ein sehr langer Weg, bis in den betroffenen Gebieten zumindest wieder einigermassen von Alltag gesprochen werden kann.

Damit Japan zumindest nicht aus dem Gebetsfokus der Christen verschwindet, haben wir verschiedene von Publikationen zusammegestellt, die ihr gerne in Gemeinden oder Gebetsgruppen gebrauchen könnt. Denn Japan braucht nach wir vor - und nun vielleicht sogar noch mehr - das Gebet, um die Krise bewältigen zu können.