Unsere Arbeit mit Friends International

friends_int_logo Um euch Einblick in unsere Arbeit mit Friends International zu geben, möchten wir euch eine Gegebenheit erzählen, welche sich vor einigen Tagen im Café ereignet hat:

Am vergangenen Freitagabend lernte ich Lukas kennen. Lukas ist aus Südkorea und kam nach Cambridge, um Englisch zu lernen. Natürlich ist das nicht sein wirklicher Name, sein koreanischer Name ist einiges komplizierter (zumindest für meine westliche Zunge). Daher ist es vor allem bei koreanischen Männern üblich, dass sie sich einen westlichen Namen aussuchen. Lukas hat seinen Namen von einer Freundin aus Weissrussland erhalten, mit der er via Facebook Kontakt hält. Als ich ihn darauf ansprach, dass es ein biblischer Name sei, meinte er nur, dass es auch ein Name für einen Boyfriend sei…

Während ich im Café mit ihm diskutierte, fanden wir unter anderem heraus, dass wir beide dieselbe Musik mögen (bodenständigen Hardrock mit viel Gitarre) und er selber an der Uni in einer Band Bass-Gitarre spielte. Ziemlich gut anscheinend, denn er kam dabei so richtig ins Schwärmen und meinte, er vermisse seine Gitarre und die Band schon ein bisschen. Aber dennoch freut er sich auf die verbleibenden zwei Monate hier in England, während denen er sein Englisch verbessern kann.

Wir sprachen an diesem Abend nicht über den Glauben, aber ich hoffe, dass Lukas auch weiterhin ins Café kommen wird und wir Gelegenheit haben, mehr über das Leben und den Sinn des Lebens zu sprechen. Vielleicht kann ich ihn auch für unsere Bibeldiskussion motivieren, die jeden Abend während rund 30 Minuten in einem separaten Raum stattfindet?!

IMG_3505Lukas ist nur ein Beispiel für die vielen Kontakte, die wir hier in Cambridge mit den vielen Studenten machen. Am Morgen haben wir jeweils Bibelstudium und eine Schulungseinheit für das Team selber, am Nachmittag sind wir meistens in einem der Parks hier in Cambridge. Dort stellen wir ein Volleyballnetz auf, packen einen Fussball oder Frisbee aus und laden die verschiedensten Leute ein, mitzuspielen. Für mich ist es unglaublich, wie schnell man mit so einfachen Mitteln in Kontakt mit Leuten aus der ganzen Welt kommen kann. So kann es schnell einmal geschehen, dass Spieler aus zwölf verschiedenen Ländern auf dem Volleyballfeld stehen – und niemand vom Team dabei ist… Wenn wir nicht mitspielen, diskutieren wir sonst mit den Menschen, die im Park sind und versuchen, sie in unser Café einzuladen, welches jeweils am Abend stattfindet.

Praktisch alle die, zum Teil täglich, ins Café kommen, geniessen die Abende mit uns und miteinander: Es bietet ihnen Gelegenheit, andere Menschen kennenzulernen und ihr Englisch zu praktizieren. Uns wiederum bietet sich die Möglichkeit, über unseren Glauben zu sprechen und sie in die Bibeldiskussion einzuladen. Und wer weiss, vielleicht kommt Lukas nächste Woche auch wieder und liest mit uns die Bibel?

 

UPDATE: Unterdessen haben wir auch einige Bilder hochgeladen, um euch einen Eindruck von unserer Arbeit und den Cafés zu geben. Ihr findet die Bilder wie üblich in unserer Fotogalerie.

Leider darfst du im Moment keine Kommentare hinzufügen...