Japan

News und Hintergründe rund um unser Leben in Japan.

Videoworkshop in Tokio

Mitte November konnte ich für eine Woche an einem Video-Workshop in Tokyo teilnehmen. Wir lernten vieles über die Gestaltung von Videos, über all die Vorbereitung and vor allem, was ein gutes Video ausmacht. Im Rahmen des Kurses drehten wir in kleineren Teams auch kurze Videos, welche zum Teil unvollendet blieben, zum Teil aber auch fertig gestellt wurden. Unserer Gruppe gelang es, beinahe fertig zu werden :)

Das Resultat könnt ihr hier sehen (wenn ihr auf CC drückt, könnt ihr deutsche Untertitel einschalten!):

Japanese, Non Verbal Communication and Prayer from Samuel Figilister on Vimeo.

Der Winter kommt *g*

Heute stürmt es draussen so richtig und ab morgen soll der Schnee kommen. Wir hatten zwar bereits vor zwei Wochen erste Schneeflocken, aber diese Woche könnte es für mehr reichen. Aber eigentlich egal, denn der Winter kommt bestimmt - wir haben hier in Hokkaido noch keinen Winter erlebt, in dem es nicht rund 1 Meter Schnee gehabt hätte!

Und bisher haben wir auch jedes Jahr so einen richtigen Powdertag auf der Piste erlebt. Letztes Jahr war Tinas Bruder und seine Freundin bei uns und wir konnten es im Tiefschnee so richtig krachen lassen... Unser Freund JP, der ebenfalls mit von der Partie war, hat dieses Video zusammengeschnitten. Und bei 1 min könnt ihr kurz mich sehen, wir ich von JP überholt werde.

Ps: Was auf dem Video nicht zu sehen ist: Anschliessend blieben wir rund eine Stunde im Tiefschnee stecken, bis sich ein japanischer Freund befreien konnte.....

Der Wiederaufbau geht weiter

Rikuzentaka ein halbes Jahr nach dem TsunamiAuch drei Jahre nach dem grossen Erdbeben wohnen viele Menschen und Familien noch in den Wohncontainern, welche kurz nach dem Erdbeben erstellt wurden. Viele besonders stark betroffene Orte konnten sich nicht entscheiden, ob sie eine Wiederbesiedelung der stark betroffenen Gebiete zulassen wollen.

Nachdem sich die zum Teil riesigen Tsunami-Schutzwälle als nur begrenzt wirkungsvoll erwiesen haben, geht nun die Stadt Rikuzentakata neue Wege. Anstelle einer neuen Mauer haben die Behörden dort entschieden, einfach das ganze, niedrig gelegene Stadtgebiet anzuheben. Diese Woche wurde nun das Förderband eingeweiht, welches einen nahegelegenen Hügel in das ehemalige Stadtgebiet verschieben soll. Gemäss Berechnungen reicht die Erde von diesem Hügel, um etwa 80% des geplanten Gebietes um rund 11 Meter anzuheben. Und anstelle nun das ganze Erdmaterial während 10 Jahren mit Trucks zu verschieben, wird es mit dem Förderband in rund 2 Jahren fertig sein. 2018 soll das ganze Projekt abgeschlossen sein und die neue Stadt 11 Meter höher zu liegen kommen.

Hier gibts (zurzeit) noch einige bewegte Bilder dazu:

 Quellen: NHK

Die 4 Punkte kommen nach Japan

Das Team von Campus, welche die vier Punkte hier in der Schweiz neu lanciert und bekannt gemacht hat (http://www.die4punkte.com/), ist nun auch in Japan aktiv gewesen. Nun gibt es die vier Punkte auch auf Japanisch (http://www.the4points.jp) :)

Zum Start der Website auf japanisch hat ein Team rund um Matthias Bürki einen Flashmod in Shibuya, das ist die bekannteste Kreuzung Japans (Karte), veranstaltet. Mit dabei waren auch einige ÜMGler und andere bekannte Gesichter.

THE 4 POINTS Flash Mob - 2013.5.25.Shibuya from 7 Media on Vimeo.

Wie kreativ ist das?!

Japan fährt neu im Kreis

Nun ist es endlich so weit. Nachdem man während vielen Jahren darauf gefasst sein musste, dass einem auf einer schnurgeraden Strasse plötzlich ein Lichtsignal den Schwung aus den Rädern nehmen wird, beginnt nun auch Japan, im Kreis zu fahren...

In Iida, in der Nähe von Nagano, wurde am 28. Februar 2013 der anscheinend erste (!) Kreisel Japans eröffnet, der aus einer bestehenden Kreuzung heraus entstand. Damit gibt es in Japan bereits 10 Kreisel... Bevor die Bauarbeiten aber beginnen durften, wurde das neue Model umfangreich mit mehreren Erzengeln mit Leutschwertern eingeführt und getestet.

Auf alle Fälle ist das Grund genug, die Fernsehzuschauer umfangreich in diese Strassenneuerung und das neue, spektakuläre, Kreissignal einzuführen. Und auch zu zeigen, wie man nicht um den Kreisel fahren sollte ;=)

Als Beispiel, wie die Menschen in Europa schon seit langem Kreisel fahren, wird (ausgerechnet) der Kreisel um die Arc de Triomphe gezeigt - und wie auch die Franzosen da ihre liebe Mühe damit haben. Soll wohl eine Ermutigung sein?

Aber natürlich stecken hinter dem neuen Verkehrsmodell auch ganz praktische Gründe. Wie so alles, was Japan von fremden Nationen übernimmt, wird es lange überprüft und perfektioniert. So sind sich mehrere Orte entlang der Küste, die vom grossen Erdbeben von vor beinahe 2 Jahren betroffen waren, am überlegen, Kreisel einzuführen. Aus einem ganz einfachen Grund: Kreisel brauchen keine Lichtssignale, also auch keinen Strom, funktionieren damit auch beim Stromausfall. Wo sie recht haben, da haben sie recht. Und dass ohne Strom der Verkehr (zumindest in Japan) beinahe zusammenbricht, da haben sie auch recht.

(Das Video versteht man auch ohne japanisch sehr gut - es hat viele schöne Bilder und Animationen drin.)

Quelle: http://www.stuff.co.nz/motoring/8352947/In-Japan-roundabouts-hit-the-streets

Unterkategorien

Verschiedene Neuigkeiten rund um Japan.

Über unsere Arbeit in Japan.